Inzersdorf zu Wien -Stainhoff- von 1672

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Inzersdorf zu Wien -Stainhoff- von 1672

219066-Steinhof  

-historische Kartenbezeichnung: Stainhoff

-heutige Bezeichnung: Wien – 10. Bezirk –

-heutige Lage oder auffällige Begebenheiten: Das verschwundene Schloss Steinhof lag ungefähr im Bereich, der ehemals selbstständigen Gemeinde Inzersdorf, welche heute in die österreichische Hauptstadt Wien eingemeindet ist und sich (zumindest teilweise) in den Bezirken 10., 12. & 23. wiederfindet

 

 

– heute nicht mehr vorhandenes Gutshaus und ehemaliger Herrschaftssitz –

 

Die Herrschaft Steinhof, benannt nach einem großen und wirtschaftlich bedeutendem Gutshof, zu welchem auch eine Kapelle (lt. Wikipedia „Wolfgangkapelle“) gehörte, lag im heutigen Gebiet der Gemeinde Inzersdorf, bevor diese (1938) nach Wien eingemeindet wurde. Der Gutshof brannte 1810 komplett nieder, wurde allerdings als Neusteinhof wieder aufgebaut. Die Baumwollspinnerei Drosso-Lago nahm hier ihre Produktion auf. 1833 hatte die Herrschaft knapp über 200 Einwohner. Der letzte Grundherr von Neusteinhof war der Industrielle Alois Miesbach. Nach Aufhebung der Grundherrschaften wurde Neusteinhof 1849 in Inzersdorf eingemeindet, dessen Teil es zunächst bis 1924 blieb. Der Besitzer Julius Frankel verkaufte das Areal schließlich 1924 an die Gemeinde Wien. Inzersdorf hatte bereits durch die Eingemeindung von Inzersdorf-Stadt zu Wien im Jahr 1893 große Gebietsverluste hinnehmen müssen. Als Entschädigung überließ die Gemeinde Wien nach langen Prozessen 1932 Neusteinhof der Gemeinde Inzersdorf. 1893 fügte ein erneuter Brand dem Gut so schwere Schäden zu, das es 1959 abgetragen wurde. Auf dem Gebiet entstanden in der Folge ein Betriebsgebiet und Wiener Gemeindebauten.

 

Lt. Wikipedia, lag das Gebiet der Herrschaft Steinhof auf dem historischen Siedlungsgebiet der Ortschaft Willendorf, welche rund um den Liesingbach die Herrschaftsrechte inne hatte. Während der ersten Türkenbelagerung wurde die historische Siedlung (ungefähr aus dem 11. Jahrhundert) komplett zerstört und danach nicht wieder aufgebaut. 1693 wurde noch ein „Wildendorfer Feld“ urkundlich erwähnt.

 

Weiters möchten wir Sie darauf hinweisen das im „World Wide Web“ auf verschiedenen Antiquariats-Homepage`s und sogar in der einschlägigen Literatur (Ingo Nebehay – Robert Wagner „Bibliographie Altösterreichischer Ansichtenwerke aus Fünf Jahrhunderten“ 783, Buch 3, Seite 364) von dieser Vischer-Ansicht gerne behauptet wird „Steinhof bei Hernstein“ zu sein. Woher diese Behauptung stammt, lässt sich für uns leider nicht mehr feststellen. Falsch ist Sie unseres Wissens nach aber trotzdem. Den außer einer Ortsbezeichnung „Steinhof“ mit einer „Steinhoferstraße“ in der niederösterreichischen Stadtgemeinde Berndorf gibt es keine Anzeichen auf ein ehemaliges oder noch bestehendes historisches Anwesen, welches sich auf Steinhof beziehen könnte! Auch ist auf der niederösterreichischen Landkarte des Georg Matthäus Vischer von 1697 kein Steinhof (Stainhoff) bei Hernstein eingezeichnet. In der Umgebung eingezeichnet sind ferner nur die Schlösser Hernstein und Grillendorf und etwas nördlich das Dorf Berndorf. Allerdings konnten wir, auf dieser von Georg Matthäus Vischer gezeichneten Niederösterreichkarte ein Stainhof zwischen „Erlä“ und „Intzerstorff“ (historische Schreibweise auf der Karte) südlich von Wien finden, welches sich geographisch auch ungefähr mit denen auf Wikipedia gefundenen Informationen zu Willendorf und der Herrschaft Steinhof bzw. Neu-Steinhof deckt. In wieweit dieses Steinhof bei Inzersdorf in Verbindung mit den Steinhofgründen in Ottakring steht, lässt sich für uns wegen Mangels an Urkunden zur Umgebung Wien nicht feststellen.

 

 

Kupferstich-Stadtansicht

mit Seitennummerierung, hier die Nr. 98

 

 

gestochen von Georg Matthäus Vischer, um 1672

herausgegeben in der „Topographia Archiducatus Austriae inferior modernae“ (im Teil “Das Viertl unter Wiennerwaldt“) von Georg Matthäus Vischer 1672 in Augsburg

 

 

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2015-10-04T10:54:59+00:00