Ernst Keil 2016-11-14T14:56:19+00:00

Ernst Keil

zu seiner Person:

Ernst Keil wurde am 6. Dezember 1816 als Sohn des Bürgers Christian Ernst Friedrich Keil und der Johanna Friederike (eine geborene Barth) im thüringischen Langensalza geboren. Er verstarb am 23. März 1878 in der sächsischen Buch- und Messestadt Leipzig. Ernst Keil war ein deutscher Buchhändler und dadurch bedingt Herausgeber bzw. Begründer der Familienzeitschrift „Die Gartenlaube“.

Nach Besuch des Gymnasiums in Mühlhausen und seiner Lehrzeit in der Hoffmannschen Hofbuchhandlung in Weimar, trat er im Jahr 1837 als Gehilfe in die Weygandsche Buchhandlung zu Leipzig ein. Dort wandte sich Ernst Keil allerdings auch dem Journalismus zu, so das er 1838 die Redaktion des Journals „Unser Planet“ (später dann unter „Wandelstern“ bekannt) übernahm, das unter seiner Leitung zu einem der am meisten gelesenen Blätter damaliger Zeit aufstieg. Nachdem er 1845 ein eigenes buchhändlerisches Geschäft in Leipzig gegründete, rief er ein Jahr später das Monatsblatt „Der Leuchtturm“ ins Leben. Diese Zeitschrift wurde, durch Unterstützung verschiedener Vertreter der lieberalen Bewegung, zum Sprachrohr des wachsendes Befreiungsdranges der Bevölkerung. Unaufhörliche Verfolgungen von seiten der Polizei zwangen zu häufigem Wechsel des Verlagsorts, bis endlich die Märztage von 1848 die Pressefreiheit brachten und das Blatt offiziel erscheinen durfte. Ab 1851 wurde das Blatt von neuem unterdrückt und Ernst Keil selbst zu einer neunmonatigen Gefängnisstrafe verurteilt, die er in der Hubertusburg verbüßen musste. Im Gefängnis entstand die Idee für ein illustriertes Familienblatt, welche er mit Ende 1852 realisierte. Ab dem 1. Januar 1853 erschien es dann unter dem Titel „Die Gartenlaube“ und erfreute sich bereits kurze Zeit später einer großer Beliebtheit. Nachdem Tod des Ernst Keil im Jahr 1878, ging das Geschäft in den Besitz der Witwe Keils über und wurde Ende 1883 von den Gebrüdern Kröner in Stuttgart käuflich übernommen und unter als „Ernst Keils Nachfolger“ weitergeführt.

zu seinen Werken:

  • ab 1838 „Unser Planet“ (später „Wandelstern“), mit Ernst Keil als Redakteur
  • ab 1853 „Die Gartenlaube“ unter Verlegung von Ernst Keil
  • Carl Ernst Bocks „Buch vom gesunden und kranken Menschen“ in Verlegung von Ernst Keil
  • Romane von E. Marlitt, nur in Verlegung des Ernst Keil
  • Romane von E. Wernerdie, nur in Verlegung des Ernst Keil

Quellenangaben:

  1. Ernst Keil auf Wikipedia, vom 07.11.2014 (unter: http://de.wikipedia.org/wiki/Ernst_Keil)
  2. wikisource zu Ernst Keil, vom 07.11.2014 (unter: http://de.wikisource.org/wiki/Ernst_Keil_(Die_Gartenlaube_1878/35)
  3. deutsch Biographie zu Ernst Keil (unter: http://www.deutsche-biographie.de/sfz40361.html)