Giuseppe Pietro Bagetti

zu seiner Person:

Giuseppe Pietro Bagetti wurde am 14. April 1764 in Turin geboren und verstarb am 29. April 1831 als bekannter italienischer Landschaftmaler und Architekt ebenfalls in Turin. Obwohl er als Architekt an der Universität von Turin beschäftigt war, wurde er auch für seine Zusammenarbeit mit der französischen Armee während der ersten napoleonischen Feldzüge, in Italien bekannt. Seine Landschaften sind die Geschichte des täglichen Lebens zwischen dem späten achtzehnten und dem frühen neunzehnten Jahrhundert. In diese Zeit fallen etliche Ansichten, welche die siegreichen Schlachten des Napoleon Bonaparte, in den Jahren zwischen 1796 und 1800 zeigen. Giuseppe Pietro Bagetti studierte die Möglichkeiten topographischer Ansichten und deren Darstellung auf verschiedenen Papieren. Später war er Dank seiner Fachkenntnisse als Architekt in der Lage, eine Realität darzustellen, welche besonders natürlich wirkte. Seine Aquarelle sind klar und detailliert und der Spagat zwischen den verschiedenen Teilen des Ganzen, hinterlässt in Gefühl des harmonischen Ganzen, welches sich durch keine Details in seiner Wahrnehmung beeinflussen lässt. Ab 1792 unterrichtete er topographisches Zeichnen im Dienst des Königs Victor Amadeus III. Nach der Rückkehr nach Turin, im Jahre 1797 wurde er zum Professor der Topographie in der Ingenieurschule und bei der Royal Artillery Corps. Danach arbeitete er wieder fast durchwegs für die französische Armee und stellte dutzende Abbildungen für den militärischen Gebrauch her. Ab 1806 hilt er die venezianische Republik in seinen Ansichten fest. Im Jahr 1807, auf Geheiß von Napoleon, wurden all seine 68 Aquarelle in der  Galerie von Schloss Fontainebleau platziert bzw. ausgestellt. Als ausserordentlichen Dank für seine künstlerischen Darstellungen verlieh ihm der Kaiser Napoleon 1811 den Orden der Ehrenlegion. 1812 wurden seine Gemälde im „Pariser Salon“ ausgestellt und auch gleich mit einer „Goldenen“ Medaille ausgezeichnet. 1815 kehrte Bagetti wieder nach Turin zurück, nachdem der ehemalige Kaiser von Frankreich und damit sein Arbeitgeber nach Elba verbannt wurde. Ab da lehrte er an der Militärakademie „Topographie“ und an der Akademie der bildenden Künste „Aquarellmalerei“. Im Jahr 1834 wurde von Louis-Philippe von Frankreich veranlasst, die 68 Aquarelle des verstorbenen Giuseppe Pietro Bagetti vom Schloss Fontainebleau in das französische Museum „Musée de l’Histoire de France“ zu überstellen. Heute sind seine Werke weit verstreut zu findne, so z.B. im Musée de l’Armée de Vincennes bei Paris, im Musée de l’Histoire de France in Versailles, in der Stadtgalerie für Moderne und Zeitgenössische Kunst, in der „Albertina“, im Nationalmuseum des italienischen Risorgimento und in der königlichen Bibliothek von Turin.

zu seinen Werken:

1793 stellte Giuseppe Pietro Bagetti die königlichen Armeen von Sardinien in der Umgebung von Nizza und Toulon dar. Zusätzlich hatte er die Aufgabe die mitgeführten Waffen dieser Kampagne bildlich darzustellen.

Von 1802 bis 1805 war er damit beschäftigt Teile des Piemont, unter dem Kommando von Kapitän Joseph Marie François de Martinel topographisch darzustellen. Dabei über- und durchquerte er das Gebiet zwischen der ligurischen Mittelmeerküste, den Seealpen bei Nizza und der Po-Ebene. Giuseppe Pietro Bagetti zeichnete während dessen die Schlachten der französischen Armee. Danach stellte er die grafischen Darstellungen für die französischen Feldzüge in Deutschland und Russland her, welche für die militärischen Operationen von größter Wichtigkeit waren. Im Jahre 1806 zog er nach Paris.

Zwischen 1806 und 1807 zeichnete er eine zweite Serie von Ansichten über die Republik Venedig.

Quellenangaben:

  1. Giuseppe Pietro Bagetti auf Wikipedia vom 20.08.2014 (unter: http://it.wikipedia.org/wiki/Giuseppe_Pietro_Bagetti)
  2. Georges Englebert, die „Schlachtenfelder aus den Feldzügen von 1805 und 1809“ (unter: http://mak01.intranda.com/viewer/image/1368191466227_0001/7/;jsessionid=CAC08D1378258B1C6C1240D97AF9504E#topDocAnchor)
  3. Geographisches Institut der Königin „Giuseppe Bagetti Landschaften des Krieges“, verfasst von Anne Godlewska (unter: http://www.geog.queensu.ca/napoleonatlas/Bagetti/jhg_paper.htm)