Ansicht der Hauptstadt Linz in Ober-Österreich

/Ansicht der Hauptstadt Linz in Ober-Österreich

Ansicht der Hauptstadt Linz in Ober-Österreich

   

-historische Kartenbezeichnung: Ansicht der Hauptstadt Linz in Ober-Oesterreich 

-heutige Bezeichnung: Linz – Urfahr mit Schloss Hagen –

-heutige Lage oder auffällige Begebenheiten: Auf der Anhöhe der Hagenstraße, unmittelbar vor dem ehemaligen Schloss Hagen gleitet der Blick auf dieser historischen Ansicht über den damals noch recht unverbauten Markt Urfahr und weiter über die Donau auf das Weichbild der Stadt Linz. Der Ort verdankt seine Entstehung und Entwicklung (nebst der Fischerei) der lokalen Überfuhr (diese auch im Ortsnamen: das „Urfahr“ = Uferstelle der Überfuhr = Hauptanlegestelle steckt) und welche einst am heutigen Steinmetzplatzl war. Ab dem 13. Jhdt. entstanden entlang der heutigen Ottensheimer Straße und der Kirchengasse mehrere Überfuhrplätze und kleine Häuserzeilen als Wohnplatze der Fuhrmänner. Bereits im Jahre 1497 wird eine erste Kirche St. Nikolaus (westlich der Nibelungenbrücke) als Filialkirche der Linzer Stadtpfarre genannt. Als Urfahr 1785 zu Pfarre erhoben wird, die Pfarrkirche aber nicht St. Nikolaus wird, wird diese profaniert und als Getreidekasten und später noch als Wohnhaus genutzt. In den 1970er Jahren wurde die älteste Urfahr`aner Kirche schließlich für das neue Linzer Rathaus abgerissen. Hier lag auch ein erster kleiner Marktplatz. Die heutige Stadtpfarrkirche mit dem Friedhof geht auf das 1690-94 errichtete Kapuzinerkloster Urfahr zurück.

Der Linzer Maut und den Linzer Gewerbeprivilegien entzogen, war Urfahr stets ein wirtschaftlicher Konkurrent zum „großen Bruder“ am anderen Donauufer. Ohne Marktrecht gab es jedoch 300 Jahre lang Streitereien um „illegale“ Aktivitäten in Urfahr, und erst mit dem Marktrecht 1808 und dem Jahrmarktprivileg 1817 konnte sich Urfahr auch wirtschaftlich entwickeln, wozu auch die Führung der Pferdeeisenbahn nach Budweis über die Donaubrücke und der „Budweiser Bahnhof“ am Hinsenkampplatz (dieser später auch Endpunkt der Linzer Pferdetramway, ab 1879) beitrugen. 1888 kam die Mühlkreisbahn dazu, welche 1900 über Verbindungsbahn und Eisenbahnbrücke an die Westbahn angeschlossen wurde. 1919 wurde Urfahr schließlich nach Linz eingemeindet.

Zum Schloss Hagen lässt sich sagen, das schon im Hochmittelalter an den Hängen des Pöstlingberges etliche Bauernhöfe entstanden. So wie zum Beispiel auch der namensgebende „Pöstlinger“ oder die heute noch als Hof bestehenden Keiml, Mitterberger, Pösmayr, Hochhold. Besondere Bedeutung erlangte der Hof „am Hakken (auch Hagen, Haagen, Haggen)“, welcher erstmals um 1400 urkundlich erwähnt wurde und welcher es schaffte die feudale Untertänigkeit abschütteln zu könnten. Der Hagenhof wurde im Laufe der Zeit zum Landgut und zwischen 1582 und 1586 schließlich noch zum Freisitz erhoben. In dieser Zeit erfolgte auch der schloß-ähnliche Ausbau des Anwesens, was durch seine Lage zur Folge hatte, nun das Urfahrer bzw. im größeren Umkreise auch das Linzer Stadtbild mit zu prägten. Bis das Renaissance-Schloss Hagen 1964 leider, trotz vorhandener schwerer Kriegsschäden (vom 2. Weltkrieg) völlig unnötig abgerissen wurde. Quelle: u.a. sehr ergiebig bei Ingo Mörth von 2009 in Projekt „Europäischer Linzer Kultur-Stadtteil des Monats“ zu finden unter: www.kuwi.jku.at/Konzept_Kulturhauptstadtteil.doc 

 

lithographische Stadtansicht

 

gezeichnet von Anton Ziegler, um 1845

lithographiert von Anton Ziegler, im Jahre 1845

herausgebracht im 2. Band des mehrbändigen Werkes „Vaterländische Bilder-Chronik aus der Geschichte des österreichischen Kaiserstaates. Von seinen ältesten Bewohnern bis auf die gegenwärtige Zeit“ durch Anton Ziegler zu Wien, im Jahre 1845

verlegt im Verlag des Anton Ziegler zu Wien, im Jahre 1845

gedruckt bei Anton Benko zu Wien, im Jahre 1845

 

Preis: € 175,00 inkl. MwSt. (als Original)

Größe der Ansicht: ca. 27,2 cm x 21,0 cm

Größe der Karte: ca. 22,2 cm x 15,1 cm

Bestellnummer: 212261

 

ZUM BESTELLEN HIER KLICKEN!

 

 

 

 

 

 

Hinweise zum Copyright auf dieser Homepage:

Sämtliche Verwendungs- und Reproduktionsrechte für die Online gestellten Abbildungen liegen bei der Firma Falk Fengler und Familie.

Wir bitten Sie ausserdem zu beachten, das alle Texte auf dieser Homepage dem Copyright der betreibenden Firma “Falk Fengler und Familie” unterliegen. Wenn Sie Texte kopieren und anderswo präsentieren, dann bitten wir um eine kurze Mitteilung und um eine Quellenangabe zu dem betreffenden Textstück.

2019-07-31T18:42:12+00:00