Bäckerei und Brauerei zu Kainsdorf bei Zwickau – von 1858

/Bäckerei und Brauerei zu Kainsdorf bei Zwickau – von 1858

Bäckerei und Brauerei zu Kainsdorf bei Zwickau – von 1858

     

-historische Kartenbezeichnung: Die erzgebirgische Sozietäts=Bäckerei und Brauerei zu Kainsdorf bei Zwickau –

-heutige Bezeichnung: Zwickau – Cainsdorf –

-heutige Lage oder auffällige Begebenheiten: Zeigt eine der ersten Brotfabriken im einkehrenden industriellen Zeitalter in der Umgebung Zwickau`s. Im Jahre 1856 wurde mit dem Bau der für die Bäckerei nötigen Gebäude und der zugehörigen Mühle begonnen, welche beide bereits 1857 eröffnet werden konnten. 1858 begann man mit dem Bau der Brauerei und 1859 war schließlich das gesamte Fabriksareal fertiggestellt. Das gesamte Etablissement umfasste nach Vollendung das Comptoir mit Directoralzimmer; das Bäckereigebäude mit vier Backöfen für Steinkohlenfeuerung, erbaut von Karl Hedrich in Glauchau, welche täglich zehn- bis elftausend Pfund Brod liefern; das Mühlengebäude mit dem Local für Brod- und Mehlverkauf; die Mühle ist nach amerikanischem System, hat vier Mahlgänge, ist aber für acht dergleichen angelegt; das Maschinen- und Kesselhaus, mit einer Dampfmaschine von dreißig Pferdekraft und es ist für den weiteren Betrieb eine zweite dergleichen noch aufzustellende Maschine fundirt; die Stallung für Pferde, Ochsen und Schweine mit dazugehöriger Knechtwohnung und den nöthigen Futterräumen; das Brau- & Malzhaus, welches so groß angelegt ist, daß jährlich zwanzigtausend Eimer Lagerbier gebraut werden können; das Kühl- und Faßhaus mit unterbauten Sommerbierkellern; das Maschinen- und Kesselhaus für den Brauereibetrieb, die Dampfmaschine hat fünf Pferdekraft, pumpt das zum Brauen erforderliche Wasser aus der Mulde, treibt die Maischmaschine, Bier- und Würzpumpen, so wie den Malz- und Gerstenaufzug;das Aufzugschachtgebäude mit mechanischem Triebwerk für die Mühle und Brauerei zur direkten Verbindung mit der Zweigeisenbahn und abschließend noch ein Beamtenhaus mit Garten. Die Mühle wurde mit dem Wasser der Mulde angetrieben und mittels einer Zweigbahn zur erzgebirigschen Staatseisenbahn konnten die Erzeugnisse überall hin transportiert werden. So z.B. in die Verkaufslokale (ausser der nähesten Umgebung auch) nach Berlin, Leipzig und Breslau. Heute existiert das „Brot-Werk“ nicht mehr und im Jahr 1999 wurde Cainsdorf in die sächsische Stadt Zwickau eingemeindet. (Quelle: wikisource.org zu Caindorf bei Zwickau) 

 

Holzstich-Stadtansicht

Mit den Betriebs- bzw. Abteilungs-Bezeichnungen unterhalb der Ansicht

  

gezeichnet von „unbekannt“, um 1858

in Holz geschnitten von „unbekannt“ im xylographischen Atelier Johann Jacob Weber (Leitung: Ernst Hartmann), um 1858

herausgebracht in der Nr. 775 des 30. Bandes der „Illustrirte Zeitung“  zu Leipzig, im Jahre 1858

verlegt im Verlag der Expedition der Illustrirten Zeitung, bei Johann Jacob Weber zu Leipzig, im Jahre 1858

 

Preis: € 190,00 inkl. MwSt. (für das Original)

Größe des Blattes: ca. 26,7 cm x 20,5 cm

Größe der Ansicht: ca. 23,4 cm x 17,5 cm

Bestellnummer: 211034

 

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2019-09-24T11:44:26+00:00