Dorf (zu St. Peter in der Au) von 1672

/Dorf (zu St. Peter in der Au) von 1672

Dorf (zu St. Peter in der Au) von 1672

   

-historische Kartenbezeichnung: Gassenegg –

-heutige Bezeichnung: Dorf –

-heutige Lage oder auffällige Begebenheiten: Gassenegg, ein ehemaliges, nicht mehr existentes Schloss im zur niederösterreichischen Gemeinde St. Peter an der Au gehörenden Dorf, „Dorf“

Das kleine Schloss, dessen Mauerreste noch stehen sollen, stand wohl am heutigen Grundstück Dorf 134, welches zur Marktgemeinde St. Peter an der Au gehört. Dieses Bauernhaus, in Dorf 134, trägt auch den Hausnamen „Mittergassen“, in der näheren Umgebung befinden sich noch die Bauern „Untergassen“ und „Obergassen“. Ausserdem entspringt ganz in der Nähe der Pfarrerbach, welcher sich dann bei St. Peter in der Au mit der Url vereinigt. Und weiters kann man auf dem hier vorliegenden Stich sehr schön die auf einem Hügel stehende St. Michael`s Kirche, welche heute noch dort steht, sehen. Diese geographischen Daten stimmen alle sehr schön mit denen auf der historischen, von Georg Michael Vischer 1697 gestochenen, niederösterreichischen Landkarte überein. Warum der (Herrschafts-)Sitz Ende des 18. Jahrhunderts abgetragen wurde lässt sich aufs erste leider nicht eruieren. Bei genauerem Urkundenstudium im Markt St. Peter an der Au oder auch im Kloster Seitenstetten, sollte sich aber doch die eine oder andere Frage noch beantworten lassen.

St. Peter in der Au liegt geografisch gesehen im westlichen Teil des Mostviertels im politischen Bezirk Amstetten. Die Großgemeinde St. Peter in der Au umfasst derzeit 4.837 Einwohnern und 1.071 Häusern (lt. der Volkszählung von 2001). St. Peter wurde von Egino von Owe im 12. Jahrhundert gegründet. Die Gemeinde war ehemals Sitz eines ausgedehnten Herrschaftsgebietes und ist seit rund 750 Jahren ein Markt.

 

Zum ehemaligen Schloss, finden Sie weiter Informationen unter:

  • Georg Binder, Die Niederösterreichischen Burgen und Schlösser (2 Bde.). Wien–Leipzig 1925 I, 150

  • Marina Kaltenegger, Thomas Kühtreiber, Gerhard Reichhalter, Patrick Schicht, Herwig Weigl, Burgen Mostviertel (hg. v. Falko Daim). Wien 2007, 315

  • Rudolf Büttner, Burgen und Schlösser zwischen Ybbs und Enns. Burgen und Schlösser in Niederösterreich 8 (Birken-Reihe), Wien 1979, 80

  • Heinrich Weigl, Historisches Ortsnamenbuch von Niederösterreich (Reihe A), Band I–VII, Wien 1964–1975. – Fritz Eheim, Max Weltin, Historisches Ortsnamenbuch von Niederösterreich (Reihe A). Ergänzungen und Berichtigungen, Band VIII, Wien 1981 II, B 180, G 48

  • Georg Matthäus Vischer, Topographia Archiducatus Austriae Inferioris Modernae 1672. Reprint Graz 1976 V.O.W.W., Nr. 26

  • Herwig Weigl, Materialien zur Geschichte des rittermäßigen Adels im südwestlichen Österreich unter der Enns im 13. und 14. Jahrhundert. Forschungen zur Landeskunde von Niederösterreich 26, Wien 1991, 3 ff.

  • Wüstungsarchiv der Österreichischen Gesellschaft für Mittelalterarchäologie. URL http://www.univie.ac.at/wuestungsforschung/archiv.htm (Kurt Bors, Stand: 2008), Nr. 473,10

 

Kupferstich-Stadtansicht

diese sehr detaillierte Ansicht hat die Seitennummer 26

 

gestochen von Georg Matthäus Vischer, um 1672

herausgegeben in der „Topographia Archiducatus Austriae inferior modernae“ (im Teil “ Das Viertl ob Wienerwaldt“) von Georg Matthäus Vischer 1672 in Augsburg

 

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2020-03-08T11:38:37+00:00