Eigendtlicher grundtRiß der Haubtstatt Lintz – Linz –

/Eigendtlicher grundtRiß der Haubtstatt Lintz – Linz –

Eigendtlicher grundtRiß der Haubtstatt Lintz – Linz –

-historische Kartenbezeichnung: Eigendtlicher grundtRiß der Haubtstatt Lintz / Im Land ob der Enns, welche mit sonderbahren fleis Geometrice abgemeßen, so weith sich der Bürgerliche Burgfridt erströcket. –

-heutige Bezeichnung: Linz und Urfahr – Stadtplan 

-heutige Lage oder auffällige Begebenheiten: Zu sehen ist die, am Ausgange des Donautales und am unmittelbaren Ufer der Donau gelegene und historisch langsam gewachsene Stadt Linz, mit dem am gegenüber liegenden Donauufer gelegenen Urfahr (auch Ufer bzw. Schad-Linz genannt). Während man von Urfahr, welches mit Linz durch eine 1497 (durch die im selben Jahre, mittels des von Kaiser Maximilian ausgestellten „Brückenbriefes“ erhaltene Erlaubnis) errichtete Brücke (der Nibelungenbrücke), nur wenige Häuser abgebildet sieht (Urfahr war im 17. Jahrhundert auch noch nicht größer und nahm erst ab Anfang des 19. Jahrhunderts einen steilen Aufschwung), so sieht man von der Stadt Linz die gesamte damals befestigte Anlage und seine Vorstädte. So sieht man die „obere“ Vorstadt vom Schullerberg und Römerberg über den Weingarten bis zu den Neuhäuseln (heute Landstraße beim Schillerpark). Die „untere“ Vorstadt ist vom „unteren Graben“ über das Wörth, den Jesuitengarten bis zur „Eisernen Hand“ und die „Harrach“ zu sehen. Nebenbei sind noch einige Objekte wie der „Seminari Garten“, „Graf Harrach“, mehrere Sandstätten und das Siechenhaus eingezeichnet. 

  

Kupferstich-Stadtplan

Zu sehen ist im oberen, rechten Bildeck ein sehr ausholendes Wappenschild mit dem Linzer Stadtwappen: einem von zwei Türmen flankierten Stadttore. Unmittelbar darunter befindet sich, noch in derselben Kartusche die Maßstabsangabe von 100 Linzer Claffter, was auf die heutige metrische Größenordnung umgerechnet 1 : 59.264 bedeutet (100 Klaffter bei 32 Millimetern, diese Info stammt von Ernst Bernleithner in „Linz an der Donau im Kartenbild der Zeiten“ auf S. 385).

Linksseitig, im oberen Eck, befindet sich eine von einem im Flug befindlichem Adler, in dessen Schnabel sich eine getragene, prächtige Fahne mit dem „Titel“ des Karte befindet, welcher besagt das die Aufnahme die gesamte Stadt Linz bis an die Grenzen ihres (bürgerlichen) Burgfrieds abgebildet anzeigt. Hier ist auch die Erklärung der Farbgebung „gelb, rot, blau, grün“ eingearbeitet.

Weiters befindet sich im gesamten Kartenverlauf, an dessen unteren Rand von links nach rechts ein aussergewöhnlich großer und detailreicher Index, welcher von „A – Z“ und von „AA“ – „TT“ sämtliche nennenswerten Linzer Gassen, Plätze und sonstige Orte benennt und zusätzlich von „1. – 105.“ alle wichtigen Linzer Häuser bezeichnet.

   

gezeichnet von „unbekannt“ (lt. Ernst Bernleithner (siehe oben) aufgrund seiner Ähnlichkeit mit dem Plane von 1742 (bei uns unter der Nummer 100040 zu finden) ist es Wahrscheinlich das auch dieser Plan aus der Hand des Franz Anton Knittel (Knitl) stammt), um das Jahr 1730

gestochen durch „unbekannt“, um das Jahr 1730

Achtung! Hierbei handelt es sich wohl um eine, vom Archiv-Verlag vorgenommene Vergrößerung des Planes, da in der 1941 erschienen Linzer Häuserchronik (von Hanns Kreczi) der Originale Plan in seiner wahrhaftigen Größe abgebildet sein soll, dieser hätte demnach ca. 38,5 cm x 31,5 cm

 

Achtung! Als Fakesimile im Jahr 1994 durch den Archiv Verlag zu Wien nochmals herausgebracht. So, wie eben unser vorliegendes Exemplar, der Linzer Vogelschau-Ansicht auch.

 

Preis: € unverkäuflich

Größe des Blattes: ca. 72,9 cm x 60,0 cm

Größe der Ansicht: ca. 71,2 cm x 57,7 cm

Bestellnummer: 100041

 

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2019-09-12T17:07:04+00:00