Eigentliche Delineation der K. H:Stat Linz – von 1629

/Eigentliche Delineation der K. H:Stat Linz – von 1629

Eigentliche Delineation der K. H:Stat Linz – von 1629

    -historische Kartenbezeichnung: Eigentliche Delineation der K.H:Stat Linz zv Eeren vnd gross gönstigen Gefallen gestellet vnd verfertiget denen Edlen vnd Besten Eernvesten, Fürsichtigen vnd Wollweisen Herren N. Borgermeistern, Richtern und Rath der wollbgewembten K. Havbt Statt Linz im Erz Herzogthumb Österreich ob der Enns seinen grossgvnstigen Herrn durch Abraham Holzwvrm, Weillvnd Hohlöbl. Landschaft bestelter Architectvm –

-heutige Bezeichnung: Linz und Urfahr – Stadtplan 

-heutige Lage oder auffällige Begebenheiten: Zu sehen ist die, am Ausgange des Donautales und am unmittelbaren Ufer der Donau gelegene und historisch langsam gewachsene Stadt Linz, mit dem am gegenüber liegenden Donauufer gelegenen Urfahr (auch Ufer bzw. Schad-Linz genannt). Während man von Urfahr, welches mit Linz durch eine 1497 (durch die im selben Jahre, mittels des von Kaiser Maximilian ausgestellten „Brückenbriefes“ erhaltene Erlaubnis) errichtete Brücke (der Nibelungenbrücke), nur wenige Häuser abgebildet sieht (Urfahr war im 17. Jahrhundert auch noch nicht größer und nahm erst ab Anfang des 19. Jahrhunderts einen steilen Aufschwung), so sieht man von der Stadt Linz die gesamte damals befestigte Anlage und seine Vorstädte. Freilich ist von den, zuvor blühenden Vorstädten nicht mehr all zuviel übrig, da diese erst im Jahre 1626 durch den großen oberösterreichischen Bauernkrieg in schwerste Mitleidenschaft gezogen worden waren.

Laut Index befinden sich auf der Ansicht folgende Objekte abgebildet:

A) Landhaus,

B) Rathaus,

C) „S. Bartholomaei“ Pfarrkirche,

D) Closter Kirchen (Minoritenkirche, heute Landhauskirche),

E) Cappel der H: Dreifaltigkeit (1420 als katholische Kapelle der Dreifaltigkeit gestiftet, 1789 säkularisiert, 1945 mit weiteren Häusern den amerikanischen Bomben zum Opfer gefallen, 1335 erstmals urkundliche als jüdische Synagoge erwähnt),

F) „Bvrger Spittal (Bürgerspital, heutiges Winklerhaus), G) Capvziner Closter (Kapuzinerkirche),

H) S: Martini Cappel (Martinskirche),

I) S: Nicolai Cappel (in Urfahr, heute „Neues Rathaus Linz“),

L) Decanat Hoff (seit 1600 von den Jesuiten als Kloster und ab 1608 auch als Schule genutzt, Ende des 18. Jahrhunderts und im 19. Jahrhundert Kaserne und später im 19. Jahrhundert dann auch Hauptpostamt),

M) Salzbvrger Hoff (heute nicht mehr vorhanden, ungefähr der Standort des alten Domes (ab 1670 durch die Jesuiten errichtet (Grundstein bereits 1669), auch Ignatius- oder Jesuitenkirche genannt) und der westlich liegenden Häuserzeile an der Domgasse),

N) Brvgg Thor (Brückentor, später wohl eins mit dem unteren Wassertor),

O) Ober Wasser Thor (oberes Wassertor, auch Urfahrtor genannt),

P) Vnder Wasser Thor (unteres Wassertor, wohl mit dem Brückentor vereinigt, auch Haupttor genannt, wahrscheinlich 1872 geschliffen),

Q) Wasser Turn (Wasserturm),

R) Schuel Thörlein (Schullertor),

S) Ober Thor (später Schmidtor genannt),

T) Ober Salz Havs (auch heute noch als Salzstadel/Salzamt bekannt),

V) vnter Salz Havs (ungefähr am Standort des heutigen, vor kurzem erst in Wohneinheiten umgewandelten Zollamtshauses),

X) Brucc Havs (1939 beim Bau der neuen Nibelungenbrücke geschliffen),

Y) Schlact Havs (war einst das Linzer Schlachthaus, heute nicht mehr vorhanden),

Z) P. Turn (der ehemalige Pulver-Turm der Linzer Stadtbefestigung, wohl mit der ganzen Linzer Stadtmauer nach 1800 abgerissen, ungefähr auf der Höhe des heutigen Generali-Hauses)

Im oberen Teil des Vogelschauplanes sieht man noch die Martinskirche, einen Ziegelstadl, das Kapuzinerkloster und am obersten Rand auf den auslaufenden Hügeln den Guglhof, den Sirenhof und den Ivdenhof (Judenhof). Quelle(n): Anton Ziegler`s „Geschichte der Stadt Urfahr“ von 1920 zur Nibelungenbrücke / Hanns Kreczi`s Linzer Häuserchronik von 1941 / ikg-linz.at/geschichte zu Zeittafel der Juden in Oberösterreich / stadtgeschichte.linz.at/denkmal zu Grundriss der Dreifaltigkeitskapelle 

  

Kupferstich-Stadtplan

zu sehen ist auf dem Plane, unmittelbar neben der Legende, das Linzer Wappenschild mit einem von zwei Türmen flankierten Stadttore und dem österreichischen rot-weiß-roten Wappenschild darüber

weiters befindet sich im rechten, unteren Eck noch der Index, von A – I, L – T, V, X – Z

   

gezeichnet von Abraham Holzwurm, im Jahre 1629

gestochen durch Johann Georg Bahre zu Regensburg, im Jahre 1629

 

Achtung! Als Fakesimile im Jahr 1993 durch den Archiv Verlag zu Wien nochmals herausgebracht. So, wie eben unser vorliegendes Exemplar, der Linzer Vogelschau-Ansicht auch.

 

Preis: € unverkäuflich

Größe des Blattes: ca. 39,0 cm x 39,0 cm

Größe der Ansicht: ca. 37,0 cm x 37,4 cm

Bestellnummer: 212273

 

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2019-08-21T19:58:21+00:00