Gasthof zum rothen Krebs – in Linz

/Gasthof zum rothen Krebs – in Linz

Gasthof zum rothen Krebs – in Linz

   historische Kartenbezeichnung: Gasthof zum rothen Krebs am oberen Wasser Thore in Linz –

– heutige Bezeichnung: Linz – Obere Donaulände 11 

-heutige Lage oder auffällige Begebenheiten: Im Jahre 1824 kauft Sebastian Vogl mit Maria Vogl (geb. Uhrmann) das heutige Eckhaus Obere Donaulände Nr. 11 bzw. Hofberg Nr. 2. Damals stand hier am Hofberg, am Eingange in die Altstadt noch das „obere Wassertor“ (welches bereits 1318 als „Urfahrtor“ erstmals genannt wurde), auf der vorliegenden Ansicht gut erkennbar mit dem Gasthofe „zum roten Krebs“ abgebildet. Im Lauf des 19. Jahrhunderts verschwand mit der Linzer Stadtmauer auch dieses uralte städtische Eingangstor. Während im Jahre 1837 eine Steintafel mit der Inschrift „Gast Hofe zum Krebsen des Seb. Vogl 1837“ am Eingange Hofberg Nr. 2 aufhängen lies, welche bis heute erhalten geblieben ist, so scheint aber die Bezeichnung „Zum roten Krebs“ bereits 1771 erstmal auf. Dem Grundbuch-Auszuge dieses Hauses ist weiters zu entnehmen, das bereits ab 1680 Gastgeber diese Hause führten. Das Haus selber wurde erstmals  1585 urkundlich erwähnt. Um 1840 wurde dann schließlich die hier vorliegende Werbebroschüre, wohl im Auftrage Seb. Vogl`s durch die lithographische Anstalt des Josef Hafner herausgebracht und verteilt. Wie sich dabei leicht erkennen lässt hat sich am äusseren (der Donau zugewanden Seite) der Fassade nicht so viel geändert, abgesehen von des 1 bzw. 2 stöckigen Vorbaues. Hinter dem „rothen Krebsen“ am Hofberg Nr. 2, liegt das Haus Hofberg Nr. 4, welches urkundlich bereits 1273 (in einer Urkunde des Papstes Gregor X) mit Rechten und Pflichten dem salzburgerischen Stifte Nonnberg verschrieben wurde und somit das älteste (urkundlich belegte) Linzer Haus ist. Dieses Gebäude gehörte dem Grundbuchs-Auszuge nach auch 1595 noch dem Stift Nonnberg (Stifft Nunberg), ging 1616 erstmals an andere Personen über und bekam um 1650 den ersten Gastgeb als Besitzer. So wird das Gebäude 1771 erstmals als „Gasthof zur weißen Gans“ genannt, später dann „Gasthof zum bairischen Hof“. 1812 kam es dann in den Besitz des Joseph Traxlmayr, welcher 1827 durch einen weiteren Kaufvertrag nochmals genannt wird und es in den Folge-Jahren wieder als „Gasthof zur weißen Gans“ führt, ehe es mit dem „Gasthof zum rothen Krebsen“ vereinigt wird. In den Jahren 1783 und 1786 nahm sich Kaiser Joseph II. seine Wohnung in besagtem „Gasthofe zur weißen Gans“. (Quellen: Bilder-Woche der „Tages-Post“ vom 27.04.1930 mit „alte Linzer Gaststätten“ / Hanns Kreczi „Linzer Häuserchronik“ von 1941 / Eduard Straßmayr „Das Linzer Stadtbild in seiner geschichtlichen Entwicklung“ von 1922 / linz.gv.at – Freihaus Nonnberg, ehemaliges Gasthaus „zur weißen Gans“ / linz.gv.at – Hotel „roter Krebs“) 

  

Druckgraphik

  

gezeichnet von „unbekannt“, um 1840

lithographiert von Josef Hafner, um 1840

verlegt im Verlag der lithographischen Anstalt des Joseph Hafner, um das Jahr 1840

gedruckt im Verlag der lithographischen Anstalt des Joseph Hafner, um das Jahr 1840

  

ACHTUNG! Bei der vorliegenden Ansicht, handelt es sich nicht um das lithographierte Original des Jahres (um) 1840, sondern um eine, in der Zeitung des Jahres 1930 abgedruckte Kopie eines Originals aus dem 19. Jahrhundert.

verlegt mittels der Bilder-Woche der „Tages-Post vom 27.04.1930“ des Julius Wimmer zu Linz, im Jahre 1930

 

Preis: € 350,00 inkl. MwSt. (als Original)

Größe des Blattes: ca. 12,7 cm x 23,1 cm

Größe der Ansicht: ca. 9,2 cm x 9,4 cm

Bestellnummer: 901073

 

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2019-01-29T00:12:19+01:00