Gasthof zur goldenen Kanone – in Linz

/Gasthof zur goldenen Kanone – in Linz

Gasthof zur goldenen Kanone – in Linz

   

historische Kartenbezeichnung: Gasthof zur goldenen Kanone in Linz –

– heutige Bezeichnung: Linz – Landstraße 18 / 20 

-heutige Lage oder auffällige Begebenheiten: An der Linzer Landstraße, unweit des Taubenmarktes, da wo heute ein bekanntes Mode-Unternehmen beheimat ist, befand sich früher ein bekannter und geschätzter Linzer Gasthof. Hier zwischen den „Schlägler – und Florianer Stiftshäusern“ und gegenüber des (1932 neuerrichten) Winklerbau`s befand sich einst, auf zwei Häusern (Landstraße 18 & 20) aufgeteilt der Gasthof „zur goldenen Kanone“. Dieser Name „zur goldenen Kanone“, wie er auch auf dem (hier vorliegenden und um 1840, in der lithographischen Kunstanstalt des Josef Hafner hergestelltem) Werbeprospekte aufscheint, scheint erst neueren Ursprungs zu sein. Wahrscheinlich von Thomas Bauer, welcher das Werbeprospekt, wie die anderen bekannten Linzer Gasthöfe auch, in Auftrag gab und die beiden Häuser 1833 durch Kauf erwarb und bis 1852 besaß. Die Geschichte der beiden Häuser, innerhalb der Grundbuchs-Auszüge beginnt 1595 und kommt durch den Kauf des Hauses Landstraße Nr. 18 im Jahre 1730 und dem später Zukauf des Hauses Landstraße Nr. 20 im Laufe der 1730er Jahre zusammen und wird (bis in die heutige Zeit hinein) auch nicht mehr getrennt. Während das Haus Nr. 18 nur Anfang des 17. Jahrhunderts Schneider beherbergt und auf diesem bereits um 1650 der erste Wirt (Wirth / Gastgeb) genannt wird, so finden sich für das Haus Nr. 20 neben einem Kupferschmied (1595) die Schuster bis zum Verkaufe an Johann Paul Pichler (vor 1740) als Besitzer auf diesem Haus wieder. Jener Johann Paul Pichler, äußerer Ratsbürger und „Gastgeb“ hatte 1730 die Nr. 18 gekauft und folglich beide Häuser ab ca. 1740 verbunden. Im Jahre 1771, als der Name „zum goldenen Stuck“ für den Gasthof auftauchte, wird das Haus Nr. 20 bereits nurmehr als „Nebenhaus“ genannt. Als in der Folge durch Thomas Bauer der Gasthof-Name „zur goldenen Kanone“ auftraucht kann sich dieser nicht so richtig durchsetzen und in jedem Werbeprospekt wird neben dem Begriffe der „Kanone“ für den Gasthof auch auf den „Stuck“ hingewiesen. Was in der folge nach 1850 mit diesem Haus geschah, hat sich für uns derweil noch nicht eruieren lassen, nur soviel das es 1941 der „Mautner-Markhof, Brauerei Schwechat A.G.“ gehörte und heute eine einheitliche Fassade besitzt, die nicht auf 2 Häuser schließen liese, bzw. die Nr. 20 verschwunden ist. Das Haus Landstraße Nr. 18 trug 1835 die Nr. 764 und 1781 Nr. 18; die Landstraße Nr. 20 trug dagegen 1835 die Nr. 765 und Nr. 17 im Jahre 1781. Zu diesem Hause ist vielleicht auch noch folgendes Interessant zu erwähnen: „Fiaker halten hier zwar nicht wie in großen Städten auf öffentlichen Strassen; aber die dasigen Lohnkutscher sind immer bereit, zu jeder Stunde einzuspannen und nähere und weitere Fuhren zu übernehmen. Ihr Hauptsammelplatz ist beim goldenen Stuck an der Landstrasse (1824)“. (Quellen: Bilder-Woche der „Tages-Post“ vom 27.04.1930 mit „alte Linzer Gaststätten“ / Hanns Kreczi „Linzer Häuserchronik“ von 1941 / Das pittoreske Österreich „der Mühlkreis“ von F. C. Weidmann 1840 (auf S. 26) / kaiserlich-königlicher Schematismus des Erzherzogthums Oesterreich ob der Enns – 1. Teil, gedruckt bei Quant 1825 (auf S. 252) / Beschreibung der Provinzial=Hauptstadt Linz von Pillwein, 1824 (S. 314) / Haase`s Führer auf den deutschen Eisen-Bahnen unter „Linz-Budweiser Eisenbahn“ von Dr. Schütte im Verlag Haase Söhne (S. 18) / linz.at -Max Ortner / linz.at – Winklerbau 

  

Druckgraphik

  

gezeichnet von „unbekannt“, um 1840

lithographiert von Josef Hafner, um 1840

verlegt im Verlag der lithographischen Anstalt des Joseph Hafner, um das Jahr 1840

gedruckt im Verlag der lithographischen Anstalt des Joseph Hafner, um das Jahr 1840

  

ACHTUNG! Bei der vorliegenden Ansicht, handelt es sich nicht um das lithographierte Original des Jahres (um) 1840, sondern um eine, in der Zeitung des Jahres 1930 abgedruckte Kopie eines Originals aus dem 19. Jahrhundert.

verlegt mittels der Bilder-Woche der „Tages-Post vom 27.04.1930“ des Julius Wimmer zu Linz, im Jahre 1930

 

Preis: € 230,00 inkl. MwSt. (als Original)

Größe des Blattes: ca. 14,9 cm x 20,3 cm

Größe der Ansicht: ca. 7,3 cm x 5,4 cm

Bestellnummer: 901076

 

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2019-01-30T17:39:22+01:00