Gasthof zur goldenen Krone – in Linz

Gasthof zur goldenen Krone – in Linz

    

– historische Kartenbezeichnung: Gasthof zur Goldenen Krone am oberen Wasser Thore in Linz –

– heutige Bezeichnung: Linz – Hofberg 5 

-heutige Lage oder auffällige Begebenheiten: Auf der inneren Seite des, im Lauf des 19. Jahrhunderts verschwundenen „oberen Wassertores“ (welches bereits 1318 als „Urfahrtor“ erstmals genannt wurde), am Eingange in die Altstadt, lag einst der Gasthof „zur goldenen Krone“, hier auf der vorliegenden Ansicht gut erkennbar abgebildet. Das gedachte und im folgenden etwas näher beschriebene Gebäude am Hofberg Nr. 5 hat eine reichhaltige Geschichte, liegt es doch im ältesten Linzer Stadtviertel. Der Grundbuch-Auszug beginnt hier (wie bei den meisten anderen auch) im Jahre 1595 als Bürgerhaus, welches erstmals 1670 einen Gastgeb als Besitzer bekommt. Und auch wenn heute kein Gastgeber mehr dieses Haus betreut, so gibt es doch bis in die heutige Zeit drei Lokale in dem Gebäude. Im Jahre 1771 wird für den hier liegenden Gasthof der Name „zur goldenen Krone“ genannt, der die Werbung für seinen Gasthofe beauftragende Joseph Steinböck war allerdings nur von 1839 bis 1841 Besitzer dieses Hauses.

Dem gegenüber und hier nicht ersichtlich liegt das Haus Hofberg Nr. 4, welches urkundlich bereits 1273 (in einer Urkunde des Papstes Gregor X) mit Rechten und Pflichten dem salzburgerischen Stifte Nonnberg verschrieben wurde und somit das älteste (urkundlich belegte) Linzer Haus ist. Dieses Gebäude gehörte dem Grundbuchs-Auszuge nach auch 1595 noch dem Stift Nonnberg (Stifft Nunberg), ging 1616 erstmals an andere Personen über und bekam um 1650 den ersten Gastgeb als Besitzer. So wird das Gebäude 1771 erstmals als „Gasthof zur weißen Gans“ genannt, später dann „Gasthof zum bairischen Hof“. 1812 kam es dann in den Besitz des Joseph Traxlmayr, welcher 1827 durch einen weiteren Kaufvertrag nochmals genannt wird und es in den Folge-Jahren wieder als „Gasthof zur weißen Gans“ führt, ehe es mit dem „Gasthof zum rothen Krebsen“ vereinigt wird. In den Jahren 1783 und 1786 nahm sich Kaiser Joseph II. seine Wohnung in besagtem „Gasthofe zur weißen Gans“. Der Gasthof „zum roten Krebs“ befand sich dereinst im Nachbar-Haus „Hofberg“ 1 bzw. an der „oberen Donaulände“ Nr. 11 und wurde durch das bereits genannte „obere Wassertor“ geteilt.

Zu der hier vorliegenden Ansicht des Hauses Hofberg 5 lässt sich weiters noch sagen, das davon ausgegangen wird, das die bis heute vorhandene Fassade von niemand geringerem als dem berühmten Linzer Bürger, Maurermeister und Baumeister des Barock`s Johann Michael Pruner gestaltet und geschaffen wurde. Schließlich war er zwischen 1726 bis nach 1730 (und danach noch Pruner`s Witwe) Besitzer dieses Hauses. (Quellen: Bilder-Woche der „Tages-Post“ vom 27.04.1930 mit „alte Linzer Gaststätten“ / Hanns Kreczi „Linzer Häuserchronik“ von 1941 / Eduard Straßmayr „Das Linzer Stadtbild in seiner geschichtlichen Entwicklung“ von 1922 / linz.gv.at – ehemaliges Gasthaus „zur goldenen Krone“ / linz.gv.at – Freihaus Nonnberg, ehemaliges Gasthaus „zur weißen Gans“ / linz.gv.at – Hotel „roter Krebs“) 

  

Druckgraphik

  

gezeichnet von „unbekannt“, um 1840

lithographiert von Josef Hafner, um 1840

verlegt im Verlag der lithographischen Anstalt des Joseph Hafner, um das Jahr 1840

gedruckt im Verlag der lithographischen Anstalt des Joseph Hafner, um das Jahr 1840

  

ACHTUNG! Bei der vorliegenden Ansicht, handelt es sich nicht um das lithographierte Original des Jahres (um) 1840, sondern um eine, in der Zeitung des Jahres 1930 abgedruckte Kopie eines Originals aus dem 19. Jahrhundert.

verlegt mittels der Bilder-Woche der „Tages-Post vom 23.04.1905 und desweiteren nochmals per 27.04.1930“ bei Julius Wimmer zu Linz

 

Preis: € 310,00 inkl. MwSt. (als Original)

Größe des Blattes: ca. 12,1 cm x 24,3 cm

Größe der Ansicht: ca. 8,5 cm x 10,5 cm

Bestellnummer: 901074

 

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2019-05-12T16:09:48+02:00