Kofel bei Trient (Trento) von 1649

/Kofel bei Trient (Trento) von 1649

Kofel bei Trient (Trento) von 1649

   -historische Kartenbezeichnung: Kofel

-heutige Bezeichnung: Suganertal / Valsugana –

-heutige Lage oder auffällige Begebenheiten: Die Festung Kofel lag hoch oberhalb des Suganertal`es (auch Suganatal genannt, heute italienisch Valsugana) im Grenzgebiet von Tirol zu Venetien (einst Republik Venedig). Im Jahre 1509 eroberte Habsburger Kaiser Maximilian die nur scheinbar unbezwingbare Festung und sie verblieb bis 1783 unter österreichischer Besatzung, danach hob sie der Habsburger Kaiser Joseph II., wie viele andere Festungen Tirols auf. Von da an, stand die Festung verlassen, bis sie in den Napoleonischen Kriegen zwischen 1800 und 1814 geschliffen wurde. Heute liegt auf und an dem Berggipfel das einst zu Primolano (hier als kleines Dorf unterhalb der Festung Kofel ersichtlich und noch sehr stark an die Felsen gebaut) gehörende Dorf San Vito, welche beide nach Valbrenta eingemeindet wurden. Und von der einstigen festen Straßensperre ist überhaupt keine Spur mehr. Daher hier einige interessante Informationen aus Reisebüchern der Jahre 1838 & 1846: „In uralter Zeit hatten sich von Menschenhand Wege durch lebendige Felsen in die italienischen Ebenen aufgethan. Links starrt eine steile Felsenwand wie eine Mauer empor, und in der Mitte derselben, ungefähr 20 Klafter über dem Wege, befindet sich eine weite Höhle, theils von der Natur, theils durch Kunst geschaffen, und darin ein weitläufiges Gebäude, die Festung Covolo oder Covelo, aus dem deutschen Kofel gebildet, im Mittelalter eine furchtbare Gränzfestung des Landes, in welcher unzählige Menschen Leben und Blut geopfert. Darin befanden sich Wohnungen für 500 Soldaten, eine Kirche, das Haus des Schlosshauptmanns und des Kapellans, Gefängnisse, zwei Ziehbrunnen, und gegen die Strasse mit Kanonen bespickte Schutzwehren. Wer sie betreten wollte, musste sich an einem Strick auf einem Balken mittelst eines Treibrades hinauf ziehen lassen“. Bei Schaubach finden sich noch die Ergänzungen „… sie enthielt Backöfen, Handmühlen, Magazine …“ und zur Straßensperre „Eine doppelte Mauer zog noch überdieß quer über die Straße und sperrte dieselbe“.

Die hier ersichtlichen Schluchten des mittleren Suganertal`es (italienisch Valsugana) gehen in südlicher Richtung (hier der rechte Ansichtsrand) bald in das Tal des sogenannten Brentakanals über und kamen zuvor (hier der linke Ansichtsrand) aus dem Tesinotal, aus nördlicher Richtung. Das alles zusammen wird allerdings dem Suganertal zugerechnet, durch dessen gesamte Länge der Brenta-Fluss fließt und an den Teilabschnitten wichtigere Bäche und Flüsse aufnimmt. In den abgebildeten Schluchten sieht man auch einige andere Orte abgebildet wie (ganz links am Ansichtsrand) „Borgo“ für Burg im Suganertal (italienisch heute Borgo Valsugana), davor „Spital“ für Spital bei Yfän (italienisch Ospadaletto) und „Grimb“ für Grims (italienisch Grigno), denen oberhalb „S. Iffon“ wohl einst für St. Yfän oder Burg Yfän (italienisch Ivano-Fracena), mit seiner heute noch bestehenden eindrucksvollen Burg, liegt. Das noch weiter oben liegende „Castell Betsch“ konnte von uns leider nicht mehr lokalisiert werden. Bildmittig liegt die, bereits weiter oben, vorab beschriebene Feste Kofel mit der mächtigen und direkt am Fluss gelegenen Straßensperre. Das rechtsseitig ersichtliche Tal, zeigt noch den Ort „Cismon“ (heute Cismon del Grappa) wo der Torrente Cismon in den Brenta Fluss einmündet. (Quelle: wikipedia.org zu Valsugana & Tesinotal & Cismon del Grappa / austria-forum.org zu „Liste deutscher Bezeichnungen italienischer Orte“ / „Das Land Tirol mit einem Anhange: Vorarlberg – Ein Handbuch für Reisende“ 2. Band „Südtirol (Etsch-, Drau, Brenta-, Sarkaregion“ von Beda Weber – 1838 verlegt zu Innsbruck im Verlag von Wagner / „Die Deutschen Alpen – Ein Handbuch für Reisende durch Tyrol, Oesterreich …“ von Adolph Schaubach 4. Teil verlegt zu Jena 1846 bei Friedrich Frommann). 

 

Kupferstich-Stadtansicht

mit kleinem Index von A – K unterhalb der Ansicht und sehr schönem Ausblick in das Flusstal der Brenta (das Suganertal)

 

gestochen von Matthäus (der Ältere) Merian um 1649

herausgegeben in der Topographia Provinciarum Austriacarum Austriae, Styriae / Carinthiae, Carniolae / Tyrolis etc: Das ist Beschreibung Vnd Abbildung der fürnembsten Stätt Vnd Plätz in den Osterreichischen Landen. Vnder vnd OberOsterreich / Steyer / Cärndten / Crain Vnd Tyrol. Antag ins Kupffer gegeben, bei Matthäus Merian in Frankfurt/Main, 1649

 

Preis: € 4,00 inkl. MwSt.

Größe: S
mit 300 dpi = 7794 x 4962

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2019-09-17T11:34:54+00:00