Krotenhof – Langenwang – von 1681

/Krotenhof – Langenwang – von 1681

Krotenhof – Langenwang – von 1681

    

-historische Kartenbezeichnung: Krotenhof 

-heutige Bezeichnung: Langenwang – Feistritzberg 3 –

-heutige Lage oder auffällige Begebenheiten: Dieser, im steirischen „Schlösserbuch“ herausgebrachte Stich zeigt ein heute nicht mehr existierendes Schloss. Seine einstige Lage lässt sich auf die Wiesenlage zwischen dem heutigen Schloss Neu Hohenwang und der Mürz festlegen. Der im 13. Jahrhundert im Besitz der Landesere gestandene wehrhafte Hof, sollte von seiner günstigen Lage aus, den Zugang in den Offenbach- und Feistritzgraben kontrollieren. Über mehrere Besitzwechsel kam der Hof im 17. Jahrhundert an die Schärffenberger, die den Hof ausbauten. 1696 befand sich dann in dem schlossartigen Hofe eine Tafelstube, eine Apothekerstube, eine Franziskanerstube, ein Kaplanzimmer, eine Badestube, eine Kapelle (welche auf dem hier vorliegenden Stiche Mathias Greischers sehr schön erkennbar ist) und neben der Wohnung der Besitzer auch noch zwei Gewölbe. Bevor um 1770 das Schloss Neu Hohenwang erbaut wurde, gab es im Jahre 1738 durch den damaligen Grafen Johann Leopold von Schärffenberg ein letztes „Turnier“ am Schlossgelände. Nachdem es 1770 ein Erbeben gab, welches wohl die, hoch oben am Berg gelegene Burg Hohenwang in Mitleidenschaft gezogen und für eine weitere Behausung zu ungemütlich hat werden lassen, wurde im Tal, an der Mürz mit dem Bau des Schlosses Neu Hohenwang begonnen. Dabei wurde der Krotenhof (Krottenhof) teilweise abgerissen, welcher in der Folge auch nurmehr als Wirtschaftshof, in welchem auch Bier gebraut wurde, diente. Ab 1780 wurde das Schloss Neu Hohenwang dann von seinen Besitzern, der Familie Schärffenberg bewohnt. Bis zur Aufhebung der Grundunterthänigkeit  im Jahre 1848 war das Schloss der Sitz der Grundherrschaft und somit Verwaltungszentrum seiner Besitzungen, zu denen auch einige Hammerwerke des Mürztal`es zählten. Ab 1864 diente der Adelssitz als Feldspital. 1964 wurde dann das Schloss Neu Hohenwang im Namen der Genossenschaftlichen Zentralbank, an welche der historische Bau durch Verkauf gelangte, gesprengt. Heute ist es ein moderner Landsitz in welchem noch alte Reste des Krotenhofes zu sehen sind. (Quelle(n): Marktgemeinde Langenwang unter Bürgerservice zur Geschichte / alleburgen.de zu Neu Hohenwang / burgen-austria.com zu Krottenhof/Neu Hohenwang) – 

    

Kupferstich-Stadtansicht

mit der Seitennummer 78

      

angefertigt von Mathias Greischer, um 1681

herausgegeben in „Topographia Ducatus Stiriae Das Ist: Eigentliche Abgrenzung / und Abbildung Aller Städte / Schlösser / Marcktfleck / Lustgarten / Probsteyen / Stiffter / Closter und Kirchen / so es Sich im Herzogthumb Steyrmarck befinden“ von Georg Matthäus Vischer zu Graz, im Jahre 1681

verlegt bei den Universitäts-Buchhändlern von Johann Bitsch zu Graz, im Jahre 1681

auch als Steirisches Schlösserbuch bekannt!“

Preis: € 4,00 inkl. MwSt.

Größe: S
mit 600 dpi = 5847 x 3769

Bestellnummer: 211042

 

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2019-09-27T23:55:52+00:00