Linz a. d. Donau – Landstraße – von 1913

/Linz a. d. Donau – Landstraße – von 1913

Linz a. d. Donau – Landstraße – von 1913

    -historische Kartenbezeichnung: Linz a. d. Donau – Landstrasse –

-heutige Bezeichnung: Linz – Landstraße –

-heutige Lage oder auffällige Begebenheiten: Auf dieser historischen Postkarte ist die Linzer Landstraße auf Höhe der heutigen „Thalia“-Filiale zu sehen (das vordergründig, rechtsseitige Haus), mit der Hausnummer Landstraße Nr. 41. Dieses Haus Landstraße 41 wurde im Jahre 1902 vom Linzer Pressverein aufgekauft und dort 1903, der hier ersichtliche Neubau aufgeführt. Heute ist das Gebäude mit, wahrscheinlich nach 1945 „moderner“ Fassade versehen, aber noch vergleichbar mit der 1903 angebrachten Fassade. Das Haus hat mittlerweile das charakteristische Eck-Türmchen und die darunter gelegene Statue wieder verloren und wurde nach hinten in die 1876 eröffnete Johann-Konrad-Vogel-Straße verlängert. Heute befindet sich vor dem Gebäude der Martin-Luther-Platz, welcher erst 2011 seinen Namen erhalten hat und vorher von Seiten der Linzer „inoffiziell“ Johann-Konrad-Vogel-Platz genannt wurde. Dieser Platz befindet sich unmittelbar vor dem Gebäude des Pressvereins (dem heutigen„Thalia“) und hier noch, nur die kleine Seitengasse. Auf dem Grund des 1903 errichteten Pressvereins-Gebäudes (Konskr. Nr. 1272, S. 260 bei Kreczi und Nr. 493) befand sich ein 1840 durch Josef Holzinger errichtetes Bürgerhaus, welcher den Grund dazu im Jahre 1839 erwarb. Die beiden linksseitig angebauten Häuser Landstraße 39 und 37 sind hier ebenfalls sehr deutlich zu sehen, Wobei das Haus Landstraße 39 auch erst 1841, durch Joseph Hammerl errichtet wurde (Grundkauf im selben Jahr). Das Haus Landstraße 37, in welchem sich heute eine Filiale der Oberbanken AG befindet, ist bedeutend älter und wird bereits vor 1644 mit einem Eigenthümer (Michael Pußweh, 1771-1801 als „untere Vorstadt Nr. 44 / 1801-1812 als „untere Vorstadt Nr. 254“ und 1812-1869 als Nr. 469) erwähnt. Diesen Häusern linksseitig, noch vor der mächtigen Karmelitenkirche schließen sich noch einige flachere Häuser an. Das Haus Landstraße 35 (1771-1801 „untere Vorstadt Nr. 322“ / 1801-1812 „untere Vorstadt Nr. 253“ und 1812-1869 Nr. 468) wurde 1914 geschliffen und noch im selben Jahr die Mozartkreuzung eröffnet. Rechtsseitig, im Hintergrund sieht man die Kirchtürme der Ursulienenkirche und der Ignatiuskirche (auch Jesuitenkirche genannt, bzw. wegen seiner früheren Funktion auch „alter Dom“ genannt).

Linksseitig sind die Häuser Landstraße 48 (mit dem Geschäft des Gemischtwaarenhändler`s (Gummiwaaren, Handel mit Linoleum usw.) Leopold Haas) bis zur 38 ersichtlich, wobei im Lauf der Zeit nochmals eine Häusernummerierung vorgenommen worden ist. Die einstige Häuser Landstraße Nr. 38 und 42 wurden im 20. Jahrhundert durch Neubauten ersetzt und das einstige Haus mit der Nr. 40 wurde 1914 abgetragen und mitsamen der kleinen „Glockengiesergasse“ zur Rudigier-Straße ausgebaut und in die 1914 errichtete Mozartkreuzung integriert. (Quellen: Hanns Kreczi in Linzer Hauserchronik von 1941)  –

 

kolorierte Postkarte 

   

fotografiert von „unbekannt“, um 1913

herausgegeben durch Hermann Seibt zu Meissen, im Jahre 1913

 

Preis: € 145,00 inkl. MwSt. (als Original)

Größe der Karte: ca. 14,0 cm x 8,8 cm

Größe der Ansicht: ca. 14,0 cm x 8,8 cm

Bestellnummer: 212287

 

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2019-09-24T13:07:26+00:00