Linz a. D. – Preßvereins=Gebäude

/Linz a. D. – Preßvereins=Gebäude

Linz a. D. – Preßvereins=Gebäude

    

-historische Kartenbezeichnung: Linz a. D. – Preßvereins=Gebäude –

-heutige Bezeichnung: Linz – Landstraße 37 bis 41 –

-heutige Lage oder auffällige Begebenheiten: Die hier gezeigte Ansicht ist genau auf das ehemalige Gebäude des „katholischen“ Linzer Pressverein`s, welcher das Haus Landstraße 41 im Jahre 1902 aufkaufte und dort 1903, den hier ersichtlichen Neubau aufführen lies. Heute ist das Gebäude mit, wahrscheinlich nach 1945 „moderner“ Fassade versehen, aber noch vergleichbar mit der 1903 angebrachten Fassade. Das Haus hat mittlerweile das charakteristische Eck-Türmchen wieder verloren und wurde nach hinten in die 1876 eröffnete Johann-Konrad-Vogel-Straße verlängert. Heute befindet sich vor dem Gebäude der Martin-Luther-Platz, welcher erst 2011 seinen Namen erhalten hat und vorher von Seiten der Linzer „inoffiziell“ Johann-Konrad-Vogel-Platz genannt wurde. Dieser Platz befindet sich auf dieser Ansicht rechts vor dem Gebäude des Pressvereins, in welchem sich heute eine Filiale der Buchhandelskette „Thalia“ befindet und dem hier noch ersichtlichen Garten. Das Haus daneben ist heute auch nicht mehr vorhanden, auf dem Grundstück steht heute das Haus der Landstraße 45 mit einer Filiale der Kette „Douglas“. Auf dem Grund des 1903 errichteten Pressvereins-Gebäudes (Konskr. Nr. 1272, S. 260 bei Kreczi und Nr. 493) befand sich ein 1840 durch Josef Holzinger errichtetes Bürgerhaus, welcher den Grund dazu im Jahre 1839 erwarb. Die beiden linksseitig angebauten Häuser Landstraße 39 und 37 sind hier ebenfalls sehr deutlich zu sehen, Wobei das Haus Landstraße 39 auch erst 1841, durch Joseph Hammerl errichtet wurde (Grundkauf im selben Jahr). Das Haus Landstraße 37, in welchem sich heute eine Filiale der Oberbanken AG befindet, ist bedeutend älter und wird bereits vor 1644 mit einem Eigenthümer (Michael Pußweh, 1771-1801 als „untere Vorstadt Nr. 44 / 1801-1812 als „untere Vorstadt Nr. 254“ und 1812-1869 als Nr. 469) erwähnt. Daneben, fast ganz links am Ansichtsrand sieht man quer stehend eine Garnitur der 1914 eröffneten Linzer Tram-Linie „M“. Erst kurz zuvor wurde im selben Jahr die neugeschaffene „Mozartkreuzung“ angelegt, nachdem zuvor (ebenfalls im Jahre 1914) das Haus Landstraße 35 (1771-1801 „untere Vorstadt Nr. 322“ / 1801-1812 „untere Vorstadt Nr. 253“ und 1812-1869 Nr. 468) geschliffen wurde. Im Hintergrund sieht man die Kirchtürme der Karmelitenkirche mit dem Kloster und die Kuppel und den Kirchturm der, zum Kloster der Elisabethinerinnen gehörenden Elisabethinen-Kirche. Weiters dann noch einige rauchende Schlote verschiedener, im östlichen Stadtgebiet liegenden Fabriken.

Zur Geschichte des Linzer Pressvereins fängt wohl mit Kepler und Planck an. Im Jahre 1612 und später auch noch, weilte Johannes Kepler in Linz, ihm war es ein anliegen das seine Ideen und Schriften vor Ort erscheinen, weshalb er sich bereits länger bemühte einen Druckermeister zur Ansiedelung, in der damals recht kleinen und unbedeutenden Stadt Linz zu bewegen. Mit Johann Planck fand er schließlich einen solchen, des Druckerei mit dem 07.02.1615 auch den positiven Bescheide der oberösterreichischen Landstände des Herzogtums Österreich ob der Enns erlangte. Johann Planck erhielt sogleich auch das Recht eine Buchhandlung in Linz einzurichten. Kepler konnte ab dann, zumindest einen Teil seiner Werke in Linz drucken lassen. Die drei unmittelbaren Nachfolger Planck`s, Voytlender, Paltauf und Kürner, waren nicht so erfolgreich wie gewünscht und vielleicht auch erwartet und erhofft. Als Kürner im Jänner 1641 verstarb, hinterließ er sogut wie keine Vermögenswerte und dessen Witwe, welche 6 Kindern ein Haus und Essen zu besorgen hatte, musste mit der Landschafts-Buchdruckerei zu Linz praktisch einen Neuanfang beginnen. 1671 heiratete eines der Familienmitglieder, Maria Kürner, den sehr geschäftstüchtigen Buchdrucker Caspar Freyschmied. Ab 1709 wechselte das Unternehmen noch sechsmal den Eigentümer, bis es schließlich am 01.01. 1872 vom „katholischen“ Pressverein aufgekauft wurde. Die Kette der Erbfolgen und Eigentumsübertragungen im Laufe von rund 350 Jahren, vom Drucker Planck bis zum Landesverlag, ist vollständig geschlossen und mehrfach dokumentiert. (Lt. wikipedia-Eintrag vom 22.08.2019 unter:  Verlag GFW Gesellschaft für Wirtschaftsdokumentationen (Hrsg.): Linzer Wirtschaftschronik. 1. Auflage. Verlag GFW, Wien 1990

(Quellen: Hanns Kreczi – Die Linzer Häuserchronik von 1941 / wikipedia.org zu „Oberösterreichischer Landesverlag“ und agso.uni-graz.at in „Die Arbeitslosen von Marienthal“ zu Ferdinand Weeser-Krell)  –

 

graustufige Postkarte 

   

fotografiert von „unbekannt“, um 1920

herausgegeben durch die Kunstanstalt Weeser-Krell zu Linz, um das Jahr 1920

 

Preis: € 170,00 inkl. MwSt. (als Original)

Größe der Karte: ca. 14,7 cm x 9,7 cm

Größe der Ansicht: ca. 14,0 cm x 9,0 cm

Bestellnummer: 212277

 

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2019-08-31T12:52:50+00:00