Linz – Kaplanhofstraße um 1905

/Linz – Kaplanhofstraße um 1905

Linz – Kaplanhofstraße um 1905

    -historische Kartenbezeichnung: Adolf J. Titze / Gesellschaft m. b. H. / Erste oberösterr. Feigenkaffee-Fabrik Linz A/D Kaplanhofstrasse Nr. 6 –

-heutige Bezeichnung: Linz – Kaplanhofstraße / Ecke Gruberstraße & Linz – Fabrikstraße

-heutige Lage oder auffällige Begebenheiten: ehemalige Fabrik in der Kaplanhofstraße und das ehemalige Lagerhaus in der Fabrikstraße

 

Die Feigenkaffe-Fabrik des Adolf Julius Titze wurde 1849 in Linz gegründet und war dabei die erste ihrer Art in Oberösterreich, damals noch als „Land ob der Enns“ bezeichnet. Ende des 19. Jahrhunderts zählte Linz als die Kaffeeersatzhauptstadt Österreichs. Denn nach Titze kamen noch einige Firmen nach Linz, wie Carl Heinrich Frank mit einer Zweig-Niederlassung oder z.B. Linde. Im Krieg und der darauf entstandenen Wirtschaftskrise boomte der Kaffeeersatz: „Von Firma Franck / ein Göttertrank / Drum Heil und Sieg! Und Kriegers Dank!“, reimte man im Ersten Weltkrieg. Die Titzetante wurde als Reklamefigur so populär, dass Jura Soyfer in sie die gesamte Fragilität der Weltwirtschaftskrise verpacken wollte: „Ein bisserl bitter / und a bisserl Zucker, / dann schluckt das Bittere / der ärmste Schlucker. / A Tröpferl Dummheit / Und a Schipperl Lug, / a Körndl Wahrheit is / da mehr als g’nug. / A bisserl echt und recht viel Ersatz, / ja, das Rezept is a wahrer Schatz …“

Das Werk der Firma „Titze“ entstand wohl entweder direkt am Grund oder zumindest in direkter Nachbarschaft zum Kaplanhof (dem früheren Freisitz Lustenfelden, den im 16. Jahrhundert das Mühlviertler Kleinadelsgeschlecht der Kaplan innehatte), in der heutigen Kaplanhofstraße/Ecke Gruberstraße. Die Firma hatte zusätzlich ein Lagerhaus in der Fabrikstraße, heute ist weder vom Lager noch von der Fabrik etwas zu sehen, die Gebäude mussten neueren (Wohn-)bauten weichen. Die Feigenkaffee-Fabrik blieb bis 1971 selbstständig und wurde dann in die Firma Franck & Kathreiner eingegliedert. Diese wurde aber bereits 2 Jahre später wieder von Nestlè übernommen. Dazu noch mehr unter Heinrich Franck Söhne A.G.!

 

Quellenangaben:

  

Rechnung mit abgedruckter Stadtansicht

 

gezeichnet und zu Papier gebracht, von „unbekannt“ um 1905

herausgegeben auf einer Rechnung von Adolf J. Titze, Gesellschaft m. b. H. Erste oberösterreichische Feigenkaffee-Fabrik 1912

 

Preis: € 95,00 inkl. MwSt. (als Original)

Größe des Blattes: ca. 22,8 cm x 9,0 cm

Größe der Ansicht: ca. 13,0 cm x 5,8 cm

Bestellnummer: 212131

 

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2018-11-12T19:10:47+00:00