Linz – Landstraße – Mitte des 19. Jahrhunderts

/Linz – Landstraße – Mitte des 19. Jahrhunderts

Linz – Landstraße – Mitte des 19. Jahrhunderts

    

-historische Kartenbezeichnung: Linz, Landstraße, Mitte des 19. Jahrhunderts –

-heutige Bezeichnung: Linz – Landstraße –

-heutige Lage oder auffällige Begebenheiten: Zeigt die Linzer Landstraße, besser die „innere Landstraße“ in ihrem historischen Aussehen zur Mitte des 19. Jahrhunderts. Am Ende der „inneren“ Landstraße (vor der Karmelitenkirche) erkennt man ganz schwach die, mit doppeltem Kreuze besetzte, obelisken-artige erste Linzer Pestsäule, welche wahrscheinlich im Zusammenhang mit ihrer Restaurierung auf den heutigen Standort (am nördlichen Spitz der Grüninsel) des Auerspergplatz`es verlegt wurde. Errichtet wurde sie zu Ehren des beendeten 30-jährigen-Krieges 1648 und dem überstehen einer Pestepidemie im Jahre 1649. Auf der linken Seite sieht man die 1772 fertiggestellten Türme der Ursulinenkirche. Deren Baubeginn bereits 1736 war. Und am rechten Bildrand sieht man die historisch und architektonisch wertvolle Häuserfront, wofür die Linzer Landstraße bereits von älteren Reise- und Stadtführern einge Menge des Glückwunsches erhielten. Hierbei fällt das vorderste Gebäude, der Gasthof „zur goldenen Kanone“ natürlich sogleich ins Auge. 

An der Linzer Landstraße, unweit des Taubenmarktes, da wo heute ein bekanntes Mode-Unternehmen beheimat ist, befand sich früher ein bekannter und geschätzter Linzer Gasthof. Hier zwischen den „Schlägler – und Florianer Stiftshäusern“ und gegenüber des (1932 neuerrichten) Winklerbau`s befand sich einst, auf zwei Häusern (Landstraße 18 & 20) aufgeteilt der Gasthof „zur goldenen Kanone“. Dieser Name „zur goldenen Kanone“, scheint erst neueren Ursprungs zu sein. Wahrscheinlich von Thomas Bauer, welcher einen Werbeprospekt, wie die anderen bekannten Linzer Gasthöfe auch, in Auftrag gab und die beiden Häuser 1833 durch Kauf erwarb und bis 1852 besaß. Die Geschichte der beiden Häuser, innerhalb der Grundbuchs-Auszüge beginnt 1595 und kommt durch den Kauf des Hauses Landstraße Nr. 18 im Jahre 1730 und dem später Zukauf des Hauses Landstraße Nr. 20 im Laufe der 1730er Jahre zusammen und wird (bis in die heutige Zeit hinein) auch nicht mehr getrennt. Während das Haus Nr. 18 nur Anfang des 17. Jahrhunderts Schneider beherbergt und auf diesem bereits um 1650 der erste Wirt (Wirth / Gastgeb) genannt wird, so finden sich für das Haus Nr. 20 neben einem Kupferschmied (1595) die Schuster bis zum Verkaufe an Johann Paul Pichler (vor 1740) als Besitzer auf diesem Haus wieder. Jener Johann Paul Pichler, äußerer Ratsbürger und „Gastgeb“ hatte 1730 die Nr. 18 gekauft und folglich beide Häuser ab ca. 1740 verbunden. Im Jahre 1771, als der Name „zum goldenen Stuck“ für den Gasthof auftauchte, wird das Haus Nr. 20 bereits nurmehr als „Nebenhaus“ genannt. Als in der Folge durch Thomas Bauer der Gasthof-Name „zur goldenen Kanone“ auftraucht kann sich dieser nicht so richtig durchsetzen und in jedem Werbeprospekt wird neben dem Begriffe der „Kanone“ für den Gasthof auch auf den „Stuck“ hingewiesen. Was in der folge nach 1850 mit diesem Haus geschah, hat sich für uns derweil noch nicht eruieren lassen, nur soviel das es 1941 der „Mautner-Markhof, Brauerei Schwechat A.G.“ gehörte und heute eine einheitliche Fassade besitzt, die nicht auf 2 Häuser schließen liese, bzw. die Nr. 20 verschwunden ist. Das Haus Landstraße Nr. 18 trug 1835 die Nr. 764 und 1781 Nr. 18; die Landstraße Nr. 20 trug dagegen 1835 die Nr. 765 und Nr. 17 im Jahre 1781. Zu diesem Hause ist vielleicht auch noch folgendes Interessant zu erwähnen: „Fiaker halten hier zwar nicht wie in großen Städten auf öffentlichen Strassen; aber die dasigen Lohnkutscher sind immer bereit, zu jeder Stunde einzuspannen und nähere und weitere Fuhren zu übernehmen. Ihr Hauptsammelplatz ist beim goldenen Stuck an der Landstrasse (1824)“. Quellen: stadtgeschichte.linz.at/denkmal zu Pestsäule Auerspergplatz / linzwiki.at zu Ursulinenkirche / die Quellen „zur goldenen Kanone“ siehe unter: 901076 

 

grau-stufige Postkarte

 

das Original gezeichnet von Ignaz Rode, um 1845

lithografiert von Ignaz Rode, um 1845

gedruckt und verlegt in der lithographischen Anstalt des Josef Hafner, um 1845

  

auch als Nachdruck in „Das Linzer Stadtbild in seiner geschichtlichen Entwicklung“ herausgegeben von Dr. Eduard Straßmayer in Linz, 1922

Das hier angebotene Blatt betrifft jedoch denn als Postkarte herausgegebenen Nachdruck, welcher im Verlag des R. Pirngruber zu Linz, um das Jahr 1925 erschienen ist

 

Preis: € 125,00 inkl. MwSt. (als Original)

Größe des Blattes: ca. 14,6 cm x 9,6 cm

Größe der Ansicht: ca. 13,6 cm x 8,5 cm

Bestellnummer: 212260

 

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2019-07-31T17:44:49+00:00