Linz – Maschinen-Kesselfabrik W. Merlet

/Linz – Maschinen-Kesselfabrik W. Merlet

Linz – Maschinen-Kesselfabrik W. Merlet

   

-historische Kartenbezeichnung: Maschinen-Dampfkessel-Fabrik W. Merlet–

-heutige Bezeichnung: Linz – Urfahr – Kaarstraße  

-heutige Lage oder auffällige Begebenheiten: Die vorliegende Ansicht zeigt die Maschinen-Kesselfabrik des Wolfgang Merlet in Urfahr. Als Standpunkt für die bildnerische Aufnahme des Fabriks-Geländes wurde sich ein Platz ungefähr auf der Höhe des heutigen Mühlkreisbahnhof´es ausgesucht. Man blickt von Nordwesten schauend Richtung Südosten, cirka an der Ecke der Kaarstraße mit der Mühlkreisbahnstraße, über das gesamte Werk zur Donau im Hintergrund und über die Nibelungenbrücke bis nach Linz. Und auch wenn als Adresse für dieses Werk die Rudolfstraße Nr. 10 angegeben wird, so scheint doch der Haupt- bzw. der Werkseingang in der Kaarstraße gelegen zu sein. Das Werksareal zog sich aber scheinbar über den gesamten Streifen zwischen Rudolf- und Kaarstraße. Wie hier ersichtlich gab es an der Kaarstraße eine direkte Verbindung an die Gleise der im Jahre 1888 eröffneten Mühlkreisbahn. Und so ist hier auch eine Garnitur dieser auf der vorliegenden Ansicht erkennbar. Gegründet hat das Werk wohl Anton Lange im Jahre 1843, geführt wurde es dann (wahrscheinlich) ab den 1860er Jahren von Klier & Lange als „Urfahr`aner Maschinenfabrik und Eisengiesserei Klier und Lange“ und spätestens im Jahre 1894 hatte es Wolfgang Merlet inne, denn im Linzer Adreßbuch (inkl. Urfahr) des Jahres 1894 wird er als Nachfolger des F. Klier ausgewiesen. 1901 werden die Werke in der Rudolfstraße Nr. 10 und Nr. 39 mit Nr. 41 im Besitze von Merlet & Posselt (Wolfgang Merlet und Leopold Posselt) genannt. Merlet & Posselt hatten im Jahre 1901 (Linzer Adreßbuch (inkl. Urfahr) von 1901) auch noch eine Maschinenfabrik und Kesselschmiede in Linz-Lustenau, weiters wurden dem Wolfgang Merlet die Bauplätze in der Kaarstraße Nr. 5, 7, 9, 11, 13 und 15 zugeschrieben.

Obwohl die Rudolfstraße (hieß bis 1875 „Neue Ottensheimer Straße“) erst ab dem Jahre 1860 von einem Weg zu einer Straße ausgebaut wurde, war die Gegend bereits um 1900 so dicht verbaut, das es immer lauter werdende Anrainerproteste schafften das lautstarke oder die Luft verpestende Firmen und Werke die Gegend der Reihe nach verlassen mussten, so unter anderem „Veit-Fürth“, „Mostny“, „Fink und Comp.“ um nur ein paar zu nennen. Auch Merlet & Posselt erging es im Jahre 1901 nicht anders und sie planten, nach einem gerichtlichen Vergleich mit den Urfahr`aner Anrainern den Betrieb der Abteilung Kesselschmiede für den Anfang des Jahres 1902 einzustellen. Nebenbei wurde der Plan gefasst nach Linz auszuweichen und wiederum eine Maschinenfabrik mit Kesselschmiede und Giesserei aufzurichten. Doch wurde noch im Jahre 1901 beschlossen und in der oberösterreichischen Bauzeitung des selben Jahres der Entschluss der Unternehmens-Liquidierung bis ins Frühjahr 1902 bekannt gemacht. Worauf wohl in der Folge die beiden Fabriksgelände abgetragen worden waren. Bis heute scheinen die beiden Standorte erkennbar zu sein, die Rudolfstraße 39 z..B. wurde bis heute nicht mehr vergeben und auf dem Gelände hinter dem alten Urfahran`er Rathaus (entstand zwischen 1849 und 1853 als Rudolfstraße Nr. 4, heute Nr. 18) befindet sich heute ein Altersheim und der Grünmarkt.

(Quelle(n): digi.landesbibliothek.at zu W. Merlot – Klier – Anton Lange unter: „Katalog der oberösterreichischen Landes-Gewerbe- land- und forstwirthschaftlichen Ausstellung beim Volksfeste in Linz 1883“ / digi.landesbibliothek.at unter „Allgemeines Wohnungs-, Handels- und Gewerbe-Adreßbuch der Städte Linz und Urfahr“ (Achtung, unter diesem Punkt finden sich mehrere Adressbücher zwischen 1890 und 1914) / digi.landesbibliothek.at unter oberösterreichische Bauzeitung VI. Jahrgang 1901 auf S. 157 und 158 / wikipedia.org zu „Altes Rathaus (Urfahr)“ / eduhui.at über Linz-Tour zu „Historische Radrundfahrt durch Urfahr“ / stadtgeschichte.linz.at zu „Rudolfstraße“)  

   

Rechnung mit lithographischer Fabriksansicht

 

gezeichnet und zu Papier gebracht, von „unbekannt“ um 1897

herausgegeben auf einer Rechnung der Maschinen-Dampfkessel-Fabrik des Wolfgang Merlet zu Urfahr-Linz am 24.06.1897

 

Preis: € 195,00 inkl. MwSt. (als Original)

Größe des Blattes: ca. 10,0 cm x 10,8 cm

Größe der Ansicht: ca. 6,6 cm x 9,7 cm

Bestellnummer: 212295

 

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2020-03-26T22:41:12+00:00