Wien XVII. Bezirk – Das Schlos Heernals – von 1649

/Wien XVII. Bezirk – Das Schlos Heernals – von 1649

Wien XVII. Bezirk – Das Schlos Heernals – von 1649

   

-historische Kartenbezeichnung: Das Schlos Heernals –

-heutige Bezeichnung: Wien XVII. Bezirk – Hernals –

-heutige Lage oder auffällige Begebenheiten: Zeigt den historischen Kern des bis 1891 selbstständigen Dorfes Hernals. Aufgenommen wurde die Ansicht ungefähr auf der Ecke Hernalser Hauptstraße/Palffygasse mit einem Ausblick vom westlich liegenden Schloss Hernals über das ganze Weinbaugebiet bis zum, nördlich liegenden heutigen Leopoldsberg (einst Kahlenberg genannt, hier noch ersichtlich mit der im 12. Jahrhundert errichteten Burg, welche durch absichtliche Zerstörung im Jahre 1529 zur Ruine verkam). Der westwärts, Richtung Dornbach gelenkte Blick zeigt die linksseitige (südliche), historische Häuserfront an der stadtauswärts (bzw. in östlicher Richtung stadteinwärts) führenden „wiener Stras“ (heute die Hernalser Hauptstraße). Danach sieht man noch die Alz, welche heute in Hernalser Gebiet nur noch als Kanal unterirdisch geführt wird. Daneben befindet sich wiederum die heutige Jörgerstraße, welche, im ehemaligen Umkreis des einstigen Schlosses Hernals (heute Elterleinplatz) mit der Hernalser Hauptstraße vereinigt wird. Auf der hier vorliegenden Ansicht des Matthäus Merian wird diese heutige Jörgerstraße allerdings als „Weg in Nesslbach“ genannt, obwohl auf Wiener Boden ein „Nesselbach“ viel weiter nördlich (in Heiligenstädter Gebiet) verläuft und diese Bezeichnung somit als unzutreffend anzusehen sein sollte. Über das hier gut erkennbare Schloss Hernals ist leider nicht viel mehr bekannt, als das es Anfang des 17. Jahrhunderts denen „Jörger zu Tollet und Köppach“ gehörte (weshalb auch die Jörgerstraße ihren Namen trägt). Zwischen 1911 und 1913 wurde an der Stelle des einstigen Hernalser Schlosses, das heutige Gebäude des Hernalser Bezirksmuseums errichtet. 

Weiters ist auf dieser Ansicht, von Matthäus Merian eine ausführliche und sehr detailreiche figürliche Staffage beigefügt, welche auf das, von den Habsburgern argwöhnisch begutachtete „auslaufen“ hinweisen soll. Dieses „auslaufen“ war für einen großen Teil der Wiener Stadtbevölkerung von essentieller Bedeutung. Denn es sollen teils bis zu 70% der Wiener Stadtbevölkerung dem evangelischen Glauben angehangen sein, während in all der Zeit zwischen Reformation und Gegenreformation die Wiener Kirchen niemals für einen evangelischen Gottesdienst freigegeben wurden. Und auch das Wiener Herrenhaus der niederösterreichischen Stände durfte den evangelischen Gläubigen ihre Messen nur zwischen 1574 und 1578 erlauben. Denn Dank der Religionskonzession des Kaiser Maximilian II. durften ab dem Jahre 1568 evangelisch Gläubige in niederösterreichischen Landpfarren ihre Konfession ausüben. Deshalb kam es allsonntäglich zu großen Wanderungen der Wiener Bürger, u.a. in die, unmittelbar hinter dem Jörger`schen Schlosse befindliche Hernalser Pfarrkirche „St. Bartholomäus“. Bis halt die Gegenreformation im Auftrag des österreichischen Kaisers erbarmungslos umgesetzt wurde und die Evangelischen entweder ihrem Glauben abschwören oder auswandern mussten. So auch die Jörger von Tollet und Köppach welche all ihre Güter und Besitztümer verloren, und schließlich des Landes verwiesen wurden. Die Pfarre „St. Bartholomäus“ wurde geschlossen, an „St. Stephan“ (Wiener Dom) übergeben und dann während der 2. Türkenbelagerung zerstört. Im Jahre 1710 wurde an deren Stelle, in der heutigen Kalvarienberggasse (einst nach einem hier ansässigen Gastwirt „Martinstraße“ benannt) eine neue, natürlich eine katholische Kirche (welche bis heute Bestand hat) errichtet. (Quelle(n): wikipedia.org zu Nesselbach (Wien) / zu Als (Fluss) / zu Burg am Leopoldsberg / zu Hernals (Wiener Bezirksteil) / wien.gv.at zu Sehenswürdigkeiten im 17. Bezirk / diepresse.com zu – Als gläubige Wiener nach Hernals „ausliefen“ – aus der Print-Ausgabe vom 16.02.2017) 

 

Kupferstich-Stadtansicht

mit einem Index von „A – V“, unterhalb der Ansicht

 

gestochen von Matthäus (der Ältere) Merian, um 1649

herausgegeben in der „Topographia Provinciarum Austriacarum Austriae, Styriae / Carinthiae, Carniolae / Tyrolis etc: Das ist Beschreibung Vnd Abbildung der fürnembsten Stätt Vnd Plätz in den Osterreichischen Landen. Vnder vnd OberOsterreich / Steyer / Cärndten / Crain Vnd Tyrol. Antag ins Kupffer gegeben, …“ bei Matthäus Merian zu Frankfurt/Main, im Jahre 1649

 

Preis: € 8,00 inkl. MwSt.

Größe: M
mit 600 dpi = 7796 x 5789

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2019-11-12T10:07:06+00:00